Thai-Yoga-Massage ist die meist westliche Bezeichnung der Traditionellen Thai-Massage (TTM), einer Massagetechnik aus Thailand, die dort Nuad Phaen Boran, uralte heilsame Berührung' genannt wird. Sie hat ihren Ursprung in Indien und wurde von dort vor mehr als zweitausend Jahren im Rahmen der spirituellen buddhistischen Praxis nach Thailand gebracht. Als Teil der traditionellen thailändischen Medizin enthält sie Elemente aus dem Yoga, dem Ayurveda und der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).
Die Thai-Yoga-Massage bezieht sich auf die vier primären ayurvedischen Elemente Erde (din: feste Bestandteile des Körpers: Knochen, Muskeln,Sehnen, Bänder, Nerven und Blutgefässe), Wasser (naam: Körperflüssigkeiten und Blut),
Feuer (fai: Verdauung, Stoffwechsel u. Verbrennungs-vorgänge ) und Luft ( lom:
Atmung und Zirkulationsvorgänge). Aus dieser traditionellen Sicht bleibt der Körper nur dann gesund wenn eine Balance der Grundelemente des Lebens besteht.
In der Massage werden zehn Haupt-Energielinien (sip sen) mit entsprechenden Punkten stimuliert. In der Kombination von sanfter Druckmassage und Dehnung des Körpers werden Blockaden und Verspannungen gelöst. Damit kommt Energiefluss im Körper auf vielen Ebenen wieder in Gang: die Blutzirkulation verbessert sich, der Körper entgiftet und das Nervensystem sendet Endorphine aus. Letztere können sowohl Schmerzen lindern als auch generell positiv auf das Wohlergehen wirken. Durch diese Wirkungsweisen hilft die Thai-Yoga-Massage bei der Gesundheitserhaltung und Entspannung, kann aber auch eine begleitende Maßnahme bei der Therapie körperlicher Probleme sein.
Im Vergeich zur Meridian-Chi-Massage bezieht sich die Thai Yoga Massage vorwiegend auf die vier konkreten Hauptelemente im Körper. Sie enthält hierbei mehr Stretch- und Yogapositionen. Daher ist sie besonders geeignet für Yoga-Praktizierende, Tänzer oder Menschen, die es lieben, passiv gedehnt zu werden.
Die Massage führt durch liegende, seitliche und sitzende Positionen von den Füssen bis zum Kopf durch verschiedene Positionen und schliesst den ganzen Körper mit ein. Sie findet dünn bekleidet auf einer Bodenmatte statt. Dies erlaubt mir je nach Position, außer den Händen auch meinen Körper sanft unterstützend einzusetzen. Ich massiere mit dem Daumen, den Fingern, der Hand, den Armen, den Knien und Füssen. Meine Berührungen bestehen aus punktuellem Druck, flächigem Kreisen, Gleiten, Rollen, Rotieren, Drehen sowie aus leichtem flächigen Ausschlagen und Dehnen einzelner Körperpartien. Zusätzlich setzte ich in bestimmten Momenten dynamische Bewegungen wie sanftes dehnendes Ziehen an Gelenken und Schaukeln des Körpers zur Lösung von Blokaden im Körper ein.
Die Massage im Ganzen ist vergleichbar mit einem Tanz-Duett, in dem der Empfangende völlig passiv bleiben kann.











